Film auf den Stundenplan - Das Kino wird zum Klassenzimmer.

Am Montag fand der Unterricht für drei Berufsintegrationsklassen und das Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft im NEA-Kino statt. Das NEA-Kino öffnete exklusiv für schulische Bildungszwecke und ermöglichte Schulklassen im Rahmen der Bayerischen Schulkinowoche Kinobesuche zu vergünstigten Preisen. Die Schulkinowoche ist ein Beitrag zur Medienkompetenz junger Menschen, die im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Schule wird zudem zu verstärkten Kooperationen mit außerschulischen Partnern, z.B. auch aus der Kino-und Medienwirtschaft, ermutigt.

Lernziel: Film- und Medienkompetenz fördern
Film als kulturelles Bildungsgut und der reflektierte Umgang mit diesem Medium haben einen hohen Stellenwert.
Ziel ist es, auf vielfältige Art und Weise eine Auseinandersetzung mit dem Medium Film als Kultur- und Bildungsgut anzuregen. Die Schüler lernen, einen Film nicht nur zu konsumieren, sondern ihn unter verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten. Dabei entwickeln sie Qualitätsbewusstsein und Kritikfähigkeit. Mit Medien kompetent und verantwortungsvoll umzugehen, ist heutzutage eine wichtige Schlüsselqualifikation.


Das Konzept, Film auf den Stundenplan zu setzen, kommt gut an.

Je näher die Jugendlichen dem Kino kamen, desto aufregender wurde es, ein Kinobesuch am frühen Morgen! Als sich dann noch vor dem Popcornstand lange Schlangen bildeten, war das Kinoflair perfekt. Als anerkannte Bildungsmaßnahme des Freistaates Bayern soll das Kino als Erlebnis- und Erfahrungsort für Schülerinnen und Schüler dienen. Und tatsächlich, als im Kinosaal langsam die Lichter gedimmt wurden, richteten alle Jugendlichen ihre Aufmerksamkeit gebannt auf die Leinwand.

Aus dem vielseitigen Filmangebot des NEA-Kinos wählten die Klassen „Tschick“.
Wolfgang Herrndorfs Erfolgsroman hat sich in Rekordgeschwindigkeit als Schullektüre etabliert. Da liegt es nun nahe, im Deutschunterricht die filmische Version zum Vergleich heranzuziehen. Familienkonflikte, Freundschaft und Liebe, Außenseitertum, Suche nach Identität – das sind die Themen, die unter der Oberfläche des schwungvollen Road Movie zu entdecken sind und die Jugendliche interessieren. Regisseur Fatih Akin verwandelt die literarische Vorlage von Wolfgang Herrndorf mit viel dramaturgischem Geschick und tollen Schauspielern in ein mitreißendes Roadmovie.

Die Schüler konnten viel über Freundschaft und gegenseitige Toleranz lernen, aber auch jede Menge lachen. Nach der Vorstellung verließen die Schüler glücklich und zufrieden den Neustädter Kinosaal.